Die Biotechnologie-Sparte der Sartorius AG,
die unter Sartorius Stedim Biotech firmiert und ein international
führender Zulieferer der Pharma- und Biotech-Industrie ist, hat jetzt
von führenden Impfstoffherstellern mehrere Großaufträge über
Verbrauchsmaterial für die Produktion von Grippeimpfstoffen erhalten.
Die Impfstoffproduzenten bestellten vor allem Spezialfilter, aseptische
Einwegbehälter sowie weitere Einweg-Produkte. Diese werden insbesondere
zur Sterilfiltration von pharmazeutischen Flüssigkeiten und zur Lagerung
und den Transport von Zwischenprodukten des Serums eingesetzt. Innerhalb
der Produktpalette der Sartorius Stedim Biotech sind die Einweg-Produkte
besonders margenstark. Die erhaltenen und die weiteren erwarteten
Zusatzaufträge dürften den Jahresumsatz von Sartorius Stedim Biotech um
mehr als einen Prozentpunkt erhöhen und überproportional zum
Gewinnwachstum beitragen.
Die Aufträge stehen im Zusammenhang mit Tests und den Vorbereitungen der
Impfstoffhersteller für den Produktionsstart des Grippeimpfstoffs gegen
A (H1N1), der in wenigen Monaten erwartet wird. Die Regierungen mehrerer
Staaten haben inzwischen bei den Herstellern größere Impfstoffmengen
angefragt, um Sicherheitsbestände für ihre Bevölkerungen aufzubauen.
Sartorius Stedim Biotech rechnet infolge der weltweiten Ausweitung der
Impfstoff-produktion auch für die kommenden Monate mit weiteren
Bestellungen. Das Unternehmen ist ein gefragter Partner der
Impfstoffindustrie und ist Lieferant sowohl für die klassische
Impfstoffproduktion als auch für innovative Verfahren durch Fermentation
in Zellkulturen.
„Wir beobachten die Situation sehr genau und stehen in engem Austausch
mit unseren globalen Kunden, um optimal vorbereitet zu sein“, so Dr.
Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG. „Auch
unabhängig vom jetzigen Ausbruch der Schweinegrippe haben wir die
wachsende Bedeutung des Impfstoffmarktes sehr frühzeitig erkannt und die
richtigen Produkte für dieses Segment entwickelt, vor allem solche für
den flexiblen Einweg-Gebrauch.“
Noch ist für den Schutz vor der Schweinegrippe kein Impfstoff verfügbar.
Allerdings wurde der Stamm des Virus bereits isoliert, so dass der Weg
für die Impfstoffentwicklung frei ist. Zulassungen für entsprechende
Musterimpfstoffe existieren bereits. Nach Einschätzung der
Weltgesundheitsorganisation WHO dürfte es fünf bis sechs Monate dauern,
bevor ein handelsüblicher Impfstoff bereitsteht. Produktionsstart wird
vorbehaltlich behördlicher Zulassung für Sommer 2009 erwartet.
Nach aktuellen Angaben der WHO wurden weltweit 17.410 Fälle der
Infektion mit dem Virus A (H1N1) bestätigt, 115 Menschen sind an ihren
Folgen gestorben.
(Quelle: Sartorius, 02.06.2009)
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